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18. Dezember 2009 - Jimbe Am Freitag, 18. Dezember, fand im Speisesaal der Sozialstation der Vinzentinerinnen in Jimbe die diesjährige Senioren-Weihnachtsfeier statt. Für alle teilnehmenden Bedürftigen gab es ein kleines Festmahl und als Präsent eine Weihnachtstüte mit Lebensmitteln.
Schwester Ursula-Maria schreibt : “Unsere alten Leute haben sich sehr über unser Weihnachtsessen gefreut. Einige haben geweint vor Freude, als wir ihnen die Lebensmittel überreicht haben. Alle sind dankbar und froh nach Hause gegangen.”
24. November 2009 - Jimbe Schwester Ursula-Maria hat hinter dem Haus der Sozialstation in Jimbe einen Gemüsegarten anlegen lassen. Bereits im August berichtete die Vinzentinerin von den Vorbereitungen : “Wir beginnen, einen Gemüsegarten anzulegen, wir säen grünen Salat, Kohl, Mais, Petersilie, Sellerie, Möhren und noch einige andere Gemüsearten. Ich schicke ein Foto, wenn etwas gewachsen ist.” Schwester Ursula-Maria schreibt zu dem nachstehenden Bild : “Rechts neben und zwischen den beiden Köchinnen, das ist Salat, wir haben ihn in die Höhe schießen lassen, um den Samen zu sammeln. Dieser Blattsalat ist hier in Jimbe weit verbreitet, weil er ganz billig ist. Die anderen Sorten sind etwas teurer auf dem Gemüsemarkt.”
“Wir haben in unserem Garten auch noch vier Bäume, 2 Avocadobäume und 2 Mangobäume.Unsere Avocados, die Sorte heißt Palta, sind noch nicht ganz reif, einige ja, aber Erntezeit ist erst Ende Dezember. Hier in Jimbe gibt es viele Paltas, fast alle Leute haben diese Avocadoart in ihren Gärten. Sie verkaufen die Paltas sogar bis nach Lima, allerdings sind die Preise, weil es so viele Avocados gibt, sehr niedrig. Die Mangobäume hängen auch ganz voll, aber sie sind noch grün.”
Frau Marisol Perez, Frau Iraida Ayala sowie Frau Ninfa Villafana zeigen stolz die peruanischen Paltas.
1. November 2009 - Trujillo Schwester Lucia, Leiterin des Waisenhauses der Vinzentinerinnen in Trujillo, hat nun damit begonnen, die von der Musikschule Schwarze gespendete Kleidung zu verteilen. Die Kinder und Jugendlichen veranstalteten eine kleine Modenschau für die Spender aus Sarstedt :
27. Oktober 2009 - Jimbe Papagei Lorenzo ist der Liebling der Kinder In der Sozialstation der Vinzentinerinnen in Jimbe lebt auch Papagei Lorenzo, der besonders bei den Kindern beliebt ist. Äußerst eloquent unterhält er von Montag bis Samstag die ganze Station. Zu seinen erlernten Sätzen gehören u.a. : “Carlos, Deine Mutter ruft Dich”, “Lasst uns zum Auto gehen (Vamos al carro !)”, “Lasst uns zum Markt gehen”, “Oh, eine neue Schwester !”, “Alles ran an die Arbeit !”, “Sei nicht so faul !” und auch “Oh, oh, ich sterbe, hilfe !”. Sonntags ist Lorenzo stumm wie ein Fisch und hat sich so perfekt an den Lebensrhythmus der Station angepasst
21. Oktober 2009 - Jimbe Erste gespendete Kleidung der Musikschule Schwarze in Jimbe verteilt Die Musikschule Schwarze aus Sarstedt hat in diesem Jahr über 220 Päckchen nach Peru geschickt. Nachdem die Musikschule Schwarze aus Sarstedt (bei Hildesheim), unter Leitung von Diplom-Musiker und Diplom-Musikpädagogen Matthias Schwarze, bereits im letzten Jahr 41 Päckchen und Pakete mit gespendeter Kleidung, Spielzeug, Büchern und Schulmaterial an das Kinderheim von Trujillo und an die Sozialstation der Vinzentinerinnen in Omate geschickt hatte, ist in diesem Jahr auch die Sozialstation in Jimbe mit einbezogen worden. Schwester Ursula-Maria, seit April 2009 neue Oberin der Station, hat nun begonnen, den Inhalt der Päckchen an die Armen zu verteilen :
Jimbe - Sozialstation der Vinzentinerinnen. Die neuen Päckchen aus Deutschland sind da ! Im Normalfall ist ein Päckchen von Deutschland nach Peru 8 Wochen unterwegs - Trotz Transports mit Flugzeug, Bus und Auto ist bislang noch kein Päckchen verloren gegangen !
Jimbe liegt 1200 Meter hoch, die Nächte können sehr kalt sein - Gespendete Jacken aus Sarstedt :
Ein Danke-schön aus Peru ! Gespendete Jacken von Familie Kühn und Frau Schlicht.
Frau Iraida Ayala freut sich über den neuen Anorak.
Zum ersten Mal im Leben eigene Stiefel. Vielen Dank an die Spenderin Frau Carola Schulz !
Mary Edith Cielo Morales Vergaray mit den neuen Kleidungsstücken aus Deutschland.
Milagros Rodriguez Ayala mit einem neuen Anorak aus Deutschland.
Jahir Sanchez Ayala mit neuer Hose, T-Shirt und Jacke aus Deutschland.
19. Oktober 2009 - Jimbe Die Regenzeit in Peru hat begonnen Mit kräftigen Regenschauern hat in Jimbe die diesjährige Regenzeit begonnen.
Die zum Teil heftigen Schauer stellen für die Bevölkerung ein Problem dar, weil die Hütten der Armen oft vollkommen ungenügend nur mit löchrigen Plastikplanen abgedeckt sind. Die Schulkinder müssen weite Strecken zu Fuß durch die Berge zurücklegen - mancher Schulweg dauert bis zu anderthalb Stunden -, um zum Unterricht zu kommen. Dem Regen sind sie dabei schutzlos ausgeliefert. Die Musikschule Schwarze hat daher in diesem Jahr 70 Anoraks und Regenjacken für Kinder und Erwachsene in Jimbe gespendet.
Eine Regenjacke aus Sarstedt. Für die Schwestern ist die Regenzeit eine besondere Herausforderung. Die Straßen in Peru sind oftmals nicht geteert und werden immer wieder durch Schlammlawinen verschüttet. Lebensmittel für die Armenküche müssen von den Vinzentinerinnen in Chimbote eingekauft werden (auch die Post muss von dort abgeholt werden). Bei gutem Wetter dauert die Fahrt fast 2 Stunden, bei schlechtem Wetter vervielfacht sich die Fahrtzeit, manchmal sind die Zufahrtstraßen für mehrere Wochen unpassierbar.
8.-12. Oktober 2009 - Jimbe Sozialstation der Vinzentinerinnen gewinnt 2. Preis bei Kochwettbewerb Anlässlich der Festtage von Angamos, die vom 8. bis einschließlich 12. Oktober überall in Peru mit großen Straßenfesten, viel Musik und gutem Essen gefeiert werden, fand in Jimbe ein Kochwettbewerb der örtlichen Institutionen statt. Die Kongregation der Vinzentinerinnen hatte sich in diesem Jahr als Menü etwas ganz besonders einfallen lassen: Schweinegriebe mit gekochtem weißen Mais und dazu als Getränk das süß-saure Chicha de Jora, ein selbst hergestelltes Maisbier. Das Essen fand bei den Besuchern der Festtage reißenden Absatz und besserte so nebenbei auch den Etat der Armenküche auf. Als krönenden Abschluss wurde dem delikaten Essen der Vinzentinerinnen der 2. Preis der Jury zuerkannt. Den Preis, einen großen Sack Reis, können Schwester Ursula-Maria und ihre Mitschwestern gut für die Armenküche gebrauchen. Die obengenannten Festtage gehen auf die Seeschlacht von Angamos zurück, in der der peruanische Admiral Miguel Grau ganz allein mit seinem Schiff Huascar die gesamte chilenische Flotte angriff und am 8. Oktober 1879 bei Punta Angemos versenkt wurde.
Frau NINFA VILLAFANA (links) und Frau MARISOL PEREZ bei den Vorbereitungen für das große Fest - Das Essen der Sozialstation war nach wenigen Stunden bereits ausverkauft.
27. September 2009 - Trujillo Feier im Kinderheim anlässlich des Gedenktages des heiligen Vinzenz Am Gedenktag des heiligen Vinzenz wartete nach der heiligen Messe eine besondere Überraschung auf die Kinder im Waisenhaus von Trujillo. Schwester Lucia, seit April 2009 neue Leiterin des Kinderheims in Trujillo, hatte für die Kinder ein Fest anlässlich des Gedenktages des heiligen Vinzenz von Paul organisiert. Alle Mädchen freuten sich über Hamburger, Limonade sowie Eis und Kuchen zum Nachtisch. Strahlende Gesichter zeigten, dass Schwester Lucia den Geschmack der Kinder getroffen hatte.
27. August 2009 - Jimbe Wasserversorgung in Jimbe zusammengebrochen In Jimbe ist für eine Woche die Wasserversorgung zusammengebrochen. Schwester Ursula-Maria, Oberin der Sozialstation in Jimbe, berichtet : “Wir waren fast eine Woche ohne Wasser, weil die Hauptwasserleitung des ganzen Dorfes defekt war. Nur einige wenige Häuser hatten Wasser, darunter das Pfarrhaus. Unser Gärtner musste die ganze Woche das Wasser zum Kochen hierher ins Haus tragen. Gott sei Dank läuft ein Wasserkanal mit einigermaßen sauberen Wasser durch unseren Garten. Das haben wir zum Putzen, zum Waschen und für das WC genommen. Nach mehreren Tagen wurde die Lage kritisch. In unserer Armenküche geben wir täglich über 200 Mittagessen aus. Das verbraucht natürlich sehr viel Wasser.Ohne Strom können wir auskommen (da der Strom immer einmal wieder für ganze Tage ausfällt, haben wir, neben den Elektroherden, auch Holzöfen mit Kochplatte), aber ohne Wasser ist das auf Dauer unmöglich. Die Reparatur hat deshalb so lange gedauert, weil sie den Fehler nicht gefunden haben. Ich habe gedacht, dass wir bald nicht mehr weitermachen können, und dann hätten wir kein Essen für die Armen gehabt ! Eine Katastrophe ! Meine Mitschwestern, Schwester Natividad und Schwester Camilla, und ich haben intensiv gebetet (wir haben auch den heiligen Josef um Hilfe angerufen). Am selben Tag kommt unser Gärtner freudestrahlend zu mir und sagt: “Schwester Ursula-Maria, die Männer haben den Fehler gefunden, morgen haben wir wieder Wasser.” Gott lässt uns nicht im Stich ! Gott hält zu den Armen ! Gott ist neben uns, deshalb brauchen wir auch keine Angst zu haben.” Senioren und Seniorinnen aus Jimbe freuen sich immer, wenn sie bei der Essenszubereitung helfen können - aber hier in Peru gilt wie überall : Ohne Wasser ist das Kochen unmöglich.
12. August 2009 - Omate, Trujillo Klimawandel auch in Peru zu spüren Auch in Peru nehmen die Wetterextreme zu. In diesen Wochen fiel die Temperatur in Omate erstmalig auf 5 Grad unter Null. Der Temperatursturz traf die Wärme gewohnten Menschen in dieser Region vollkommen unvorbereitet und brachte deshalb besondere Härten. Auch in Trujillo ist dieser Winter ungewöhnlich kalt und feucht. Dies hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder. Schwester Inés, Gruppenleiterin im Waisenhaus der Vinzentinerinnen, schreibt : “Hier ist es besonders kalt. Das Klima ändert sich und daher geht es den Babys schlecht. Aber Gott sei Dank haben wir einen guten Arzt, der mit uns zusammenarbeitet und der unseren Kindern schnell hilft.”
16. März 2009 - Trujillo. Große Aufregung im Kinderheim der Vinzentinerinnen Kurz vor Weihnachten 2008 erhielt Schwester Ursula-Maria, Leiterin des Kinderheims der Vinzentinerinnen in Trujillo, eine Weisung des Jugendamtes, wonach die zehnjährige Cecilia Castaneda Diaz, die seit ihrem 5. Lebensjahr im “Haus der Vorsehung” aufwächst, mit sofortiger Wirkung in ein staatliches Heim zu verlegen sei. Trotz des Protestes der Vinzentinerinnen blieb das Jugendamt bei seiner Entscheidung, und Cecilia musste unter vielen Tränen das Kinderheim verlassen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich hierbei um einen Behördenfehler. Der Vater des Mädchens war an das Jugendamt herangetreten und hatte darum gebeten, seine Tochter temporär für die Weihnachtsfeiertage in das Kinderheim, in dem der Bruder Cecilias wohnt, zu verlegen. Die zuständige Sachbearbeiterin hatte die Anfrage falsch verstanden und Cecilia kurzerhand in ein vollkommen anderes Heim verlegt. Die staatlichen Heime in Peru sind kaum mit dem Nötigsten ausgestattet – Ernährung und ärztliche Versorgung sind äußerst mangelhaft. Für Cecilia hätte der weitere Aufenthalt dort u.a. bedeutet, dass eine adäquate Schul- bzw. spätere Berufsausbildung nicht mehr möglich gewesen wäre. Schwester Ursula-Maria telefonierte täglich mit der Leiterin des staatlichen Heimes sowie mit dem Jugendamt. Zermürbende und langwierige Verhandlungen folgten. Anfang März wurde die Hartnäckigkeit Schwester Ursula-Marias endlich belohnt. Das Jugendamt sowie die Leiterin des staatlichen Heimes stimmten einer Rückverlegung Cecilias zu. Seit dem 16. März 2009 ist Cecilia nun wieder überglücklich zurück im Kinderheim der Vinzentinerinnen. Zur Zeit holt sie den verpassten Unterrichtsstoff nach. Besonderer Dank gilt Schwester Ursula-Maria für ihren unermüdlichen Einsatz. Schon der heilige Vinzenz wusste : “Selten erreicht man etwas Gutes ohne Anstrengung.”
Cecilia Castaneda Diaz glücklich zurück im Kinderheim
10. Januar 2009 - Trujillo Dankesschreiben aus Peru Schwester Ursula-Maria wendet sich in ihrem Brief an die Spender in Deutschland : “Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland, mein Name ist Schwester Ursula-Maria Lavajos. Ich bin die Leiterin des Waisenhauses der Vinzentinerinnen in Trujillo und schreibe ihnen heute, um mich für ihre große Hilfe zu bedanken. Seit vielen Jahren unterstützen sie uns durch Kinderpatenschaften und großzügige Spenden. Da wir uns ausschließlich über private Zuwendungen finanzieren, sind wir für jede Unterstützung überaus dankbar. Ihr Geld ermöglicht uns, die Kinder von der Straße zu holen, ihnen ein Zuhause und durch Schule bzw. Ausbildung eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Ich sage unseren Kindern immer, dass sie in Deutschland unsere Schutzengel sind. Sie sind immer neben und bei uns, und das macht uns froh und gibt uns viel Kraft, unseren oft schwierigen Alltag zu bewältigen. DANKE für alles, was sie für uns tun ! Wir schließen sie täglich in unsere Gebete ein. Vielen Dank für ihre Herzensgüte und Gottes Segen für sie alle ihre Schwester Ursula-Maria”
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