Kinderpatenschaften der Vinzentinerinnen in Peru
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Nachrichten aus Peru 2010 - Feuilleton |
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24.11.10 - Jimbe Yaras neue Haare Am 29. März dieses Jahres berichteten wir über Yara Sanchez aus Jimbe. Yara litt über mehrere Jahre hinweg an Haarausfall, verursacht durch einen Hautpilz. Durch diese Pilzerkrankung hatte sie, als die Vinzentinerinnen auf das Mädchen aufmerksam wurden, bereits sämtliche Haare verloren, die Kopfhaut war an vielen Stellen aufgeplatzt und blutig. Der psychische Leidensdruck war enorm, Yara traute sich nur noch mit Mütze in die Schule. Da der Hautpilz über einen sehr langen Zeitraum hinweg nicht behandelt worden war, bestand die Gefahr, dass jede ärztliche Hilfe zu spät kommen würde. Die bange Frage war, ob der Pilz die Haarwurzeln bereits zerstört hatte, ein Nachwachsen der Haare wäre dann unmöglich gewesen. Dank der Spenden aus Deutschland konnte Schwester Ursula-Maria Yara schnell und unbürokratisch helfen. Die Hauterkrankung wurde von einem Facharzt in Chimbote innerhalb kürzester Zeit problemlos geheilt. Diese Woche erreichten uns Fotos von Yara mit ihren neuen Haaren :
03.11.10 - Trujillo Ausflug der Gruppe San Martin Die Kinder aus dem Waisenhaus haben einen Ausflug in die Innenstadt von Trujillo unternommen. Hier einige Fotos :
22.10.10 - Jimbe Ein neuer Rollstuhl für Grecia Gestern erreichten uns Bilder aus Peru von der Übergabe des neuen Rollstuhls an Grecia. Schwester Ursula-Maria schreibt : Lieber Herr Schwarze, ich freue mich sehr über die Hilfe, die Sie für Grecia organisiert haben. Sie haben sich in einen Engel für dieses Kind verwandelt. Als ich ihr den Rollstuhl überreicht habe, hat die Mutter vor Freude geweint, sie war so glücklich, dass sie nicht sprechen konnte. Sie hat mich ganz fest umarmt und hat immer wieder gesagt “Danke Schwester Ursula-Maria, tausend Dank !”. Die Mutter hat mir gesagt, dass sie jeden Tag für die Spender in Deutschland beten wird. Auch ich bedanke mich aus ganzem Herzen für die Hilfe aus Deutschland ! (...)
20.10.2010 - Jimbe Zukunft Grecias ist gesichert In einer konzentrierten Aktion durch Internet, Zeitungsartikel und ein Konzert der Musikschule Schwarze ist es uns gelungen, Paten für die kleine Grecia zu finden. Da in Peru behinderte Menschen vom Staat keine Unterstützung erhalten, war die Hilfe aus Deutschland Grecias letzte Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zusätzlich zu den Patenschaften wurde das kleine Mädchen aus Jimbe mit großzügigen Spenden aus ganz Niedersachsen unterstützt, die es ermöglichen, ihre Lebensbedingungen grundlegend zu verbessern. Ein herzliches DANKE-SCHÖN an alle Spender und Gottes Segen ! Schwester Ursula-Maria, die Grecia in Jimbe betreut, schreibt am 15. September :
“Lieber Herr Schwarze, Ich habe Ihnen erzählt, dass ich am Dienstag angerufen wurde, um den Rollstuhl für Grecia abzuholen, so habe ich ausgenutzt, dass ich zum Markt in Chimbote musste und habe den Rollstuhl abgeholt, er ist rot mit schwarz, er hat Bremsen für das Mädchen und für die Person, die den Rollstuhl schiebt. Ich finde ihn sehr schön, heute kann ich ihn nicht übergeben, weil ich sehr beschäftigt bin, aber morgen Nachmittag wird Grecia ohnehin nach der Schule hier ins Haus kommen und dann gebe ich ihn ihr. Am Montag Nachmittag habe ich die Hütte besucht, in der Grecia wohnt. Grecia muss bei ihren Eltern schlafen, weil sie kein eigenes Bett hat. Nach meiner Rückkehr aus Lima, werde ich ein Bett für Grecia kaufen. Der Fußboden in der Hütte ist nur aus Erde und sehr uneben, es geht bestimmt 2 oder 3 Grad abwärts. Einige Male ist Grecia schon ausgerutscht und mit dem Gesicht aufgeschlagen, weil es so schräg ist. Ich habe mit dem Vater des Mädchens gesprochen und ihn gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, den Boden zu verbessern, ob man nicht wenigstens den Boden nivellieren kann. Er hat mir geantwortet, dass es notwendig wäre, Erde und Kies zu kaufen, um den Fußboden aufzufüllen. Ich habe ihm erwidert, dass er bis Ende des Monats herausfinden soll, was das kostet. Wenn ich Grecia sehe, erfüllt mich das immer mit großem Schmerz. Was für ein Kummer, dass sie keine Beine hat, von der Leiste an hat sie nichts, es ist nur ein Rumpf und die oberen Extremitäten, aber dennoch ist sie ein fröhliches und intelligentes Kind, das immer lächelt. Ihr Charisma erstrahlt jedes Mal mit einem enormen Lächeln, wenn sie eine Schwester sieht. Wenn sie mich sieht, umarmt sie mich immer ganz fest und gibt mir einen Kuss (hier in Peru begrüßen wir uns immer mit einem Wangenkuss, nur wenn wir uns flüchtig kennen, geben wir die Hand zur Begrüßung.) Viele Grüße und Gottes Segen ! Schwester Ursula-Maria
31. Juli 2010 - Jimbe Gesucht : Ein Pate für Grecia Behinderte Menschen haben es in Peru besonders schwer. Die kleine Grecia aus der Nähe von Jimbe wurde ohne Beine geboren. Ohne staatliche Unterstützung, ohne behindertengerechte Einrichtungen sind die Betroffenen und ihre Familien auf sich allein gestellt. Grecia Zarai Mejia Roque, die am 27. Oktober 9 Jahre alt wird, wohnt, zusammen mit ihren Eltern und ihrem zehnjährigen Bruder, in einer kleinen, baufälligen Hütte. Ihr Vater arbeitet als Hilfskraft in der Landwirtschaft im benachbarten Dorf Moro. Das Geld reicht kaum, um die Familie am Leben zu erhalten. Grecias Mutter ist Hausfrau und pflegt “nebenbei” noch einen alten Mann.
31. Juli 2010 - Jimbe / Hildesheim Die Handarbeitsgruppe des Altenpflegeheims St. Paulus in Hildesheim, unter Leitung von Schwester Makaria, hat über 60 Schals in zahlreichen Arbeitsstunden für die Seniorinnen und Senioren in Jimbe gestrickt und gespendet. Schwester Ursula-Maria, Oberin der Sozialstation in Jimbe, verteilte gestern die Schals an die alten Leute und schickte per e-mail das nachstehende Foto : : Die Handarbeitsgruppe arbeitet nun an einem weiteren Projekt : Spielzeugpuppen für Kinder, die an Weihnachten verteilt werden sollen :
3. Juli 2010 - Trujillo Das Kinderheim in Trujillo hat eine neue peruanische Internetseite mit vielen interessanten Informationen zum Thema : www.orfelinatodivinaprovidencia.com
12. April 2010 - Jimbe Papagei Lorenzo warnt die Schwestern vor Gefahr im Garten Am Montagnachmittag vernahm Schwester Ursula-Maria laute Warnrufe von Papagei Lorenzo, dessen Voliere im Garten der Sozialstation steht. Durch das laute Geschrei des Papageien aufmerksam geworden, machten sich Schwester Ursula-Maria, zusammen mit dem Gärtner Carlos, auf die Suche nach der Ursache. Beide wurden schnell fündig. Im Gemüsebeet schlängelte sich eine über 1 Meter lange Schlange... Bereits im letzten Jahr hatte der Gärtner eine Schlange im Unterholz des Gartens entdeckt. Da es in Peru auch ausgesprochen giftige Schlangen gibt, ist immer äußerste Vorsicht geboten. Papagei Lorenzo hat sich jedenfalls als Wachposten bewährt.
29. März 2010 - Jimbe Ein Brief von Yara an Frau Heidi Redlich, die in ihrem Friseursalon Haar und Haut in Giesen eine Spendenbox für sie aufgestellt hat. Liebe Frau Heidi, einen herzlichen Gruß an Sie ! Mein Name ist Yara und ich bin 13 Jahre alt, ich lebe mit meinen Eltern in einer kleinen Hütte nahe bei Jimbe. Wir sind eine sehr arme Familie, und meine Eltern haben keine Arbeit. Manchmal gelingt es ihnen, bei anderen Leuten auf deren Feldern zu arbeiten, aber das, was sie dort bezahlen ist sehr wenig. Wir sind drei Geschwister, und ich bin die Älteste, die anderen beiden sind Jungs und noch klein. Es ist fast 2 Jahre her, dass ich mir eine Erkrankung der Kopfhaut zugezogen habe, und ich habe fast schon alle meine Haare verloren. Ich weiß nicht, was es ist, was diese Erkrankung verursacht. Schwester Ursula-Maria wird mich mit zu einem Spezialisten nehmen. Deshalb möchte ich mich von ganzem Herzen bei Ihnen bedanken, dass Sie in Ihrem Laden eine Sammelbüchse für mich aufgestellt haben. Wir brauchen jede Hilfe, die man uns anbietet, besonders ich. Ich möchte gern gesund werden, und ich möchte nicht immer eine Mütze tragen müssen, um meinen Kopf zu verdecken, damit meine Mitschüler mich nicht verspotten. Der allmächtige Gott segne Sie für Ihre Großzügigkeit und auch meine Eltern bedanken sich für die Hilfe, die Sie mir geben.
Eine Umarmung aus Dankbarkeit an Sie !
Yara Sánchez
27. März 2010 - Jimbe 5 neue Paten für Familie Mechacho Fuentes Kinderreiche Familien sind in Peru besonders von Armut und Elend bedroht. Kommen dann Schicksalsschläge, wie zum Beispiel eine Erkrankung dazu, wird die Lebenssituation schnell katastrophal und lebensbedrohlich. Bei Familie Menacho Fuentes, die in der Nähe von Jimbe wohnt, versuchte der Vater bislang, seine Frau und seine fünf Kinder mit dem Verkauf von Kürbissen aus dem eigenen Garten zu ernähren. Das gelang mehr schlecht als recht. Jetzt ist Frau Fuentes schwer an Krebs erkrankt. Da sich die Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten in Peru keine Krankenversicherung leisten können, bedeutet solch eine Diagnose fast immer den sicheren Tod. Herr Menacho muss nun sehr viel Geld für Schmerzmittel für seine Frau ausgeben, eine Chemotherapie ist für ihn unbezahlbar. Das hatte dramatische Auswirkungen auf die Kinder, weil jetzt nicht mehr genug Geld da war, um Essen zu kaufen, die Schulausbildung war akut gefährdet. Die Vinzentinerinnen konnten nun die Lebenssituation der Familie Menacho Fuentes durch das Vermitteln von Kinderpatenschaften an alle fünf Kinder verbessern. Die Finanzierung einer Chemotherapie ist durch Patenschaften unmöglich, aber das Überleben der Kinder sowie die Schulausbildung sind so gesichert.
Janet Menacho Fuentes, 3 Jahre und 5 Monate alt (mit gespendeter Kleidung aus Deutschland)
Maria Menacho Fuentes, 5 Jahre alt (mit gespendeter Kleidung aus Deutschland)
Einer Daniel Menacho Fuentes, 7 Jahre alt (mit gespendeter Kleidung aus Deutschland)
Selene Menacho Fuentes, 9 Jahre alt (mit Schuluniform)
Evelin Menacho Fuentes, 11 Jahre alt (mit Schuluniform)
8. März 2010 - Jimbe Am 1. März endeten in Peru die Sommerferien. Schwester Ursula-Maria kaufte zum Schulbeginn für alle Patenkinder Schulmaterial ein : Hefte, Buntstifte, Bleistifte, Lineale, Radiergummis, Kugelschreiber und Spanisch-Wörterbücher. Einige Patenkinder, die in den Ferien gewachsen waren, bekamen auch neue Schuluniformen und Schuhe. Zur Unterstützung der umfangreichen karitativen Tätigkeiten der Vinzentinerinnen ist Schwester Teresita neu nach Jimbe versetzt worden. In Jimbe arbeiten nun vier Schwestern : Hermana Gisela, Hermana Camila, Hermana Teresita und Hermana Ursula-Maria, die Oberin der Station.
18. Februar 2010 - Trujillo Aufgrund des schönen Spätsommerwetters (Sonne und 28 Grad) haben die Kinder des Waisenhauses einen Tag am Meer in Huanchaco (12 Kilometer nördlich von Trujillo) verbracht. Der Strand von Huanchaco gilt als der schönste Sandstrand in Nordperu. Der Ort wird unter Surfern als Geheimtipp gehandelt. Besondere Attraktion für die Touristen sind die Ein-Mann-Fischerboote, die aus Totora-Schilf hergestellt werden und die wegen ihrer Form caballitos de totora, “Schilf-Pferdchen”, genannt werden. Gegen Abend kehrten alle Kinder müde, aber glücklich, zurück ins Kinderheim.
12. Februar 2010 - Starke Regenfälle in Pisac und im Norden des Landes In der Region um Cusco ist es in den vergangenen Wochen zu außergewöhnlich starken Regenfällen, in Verbindung mit zahlreichen Überschwemmungen und Erdrutschen, gekommen. Die Vinzentinerinnen haben in ihrem Speisesaal in Pisac (in der Nähe von Cusco) einige Familien aufgenommen, die durch die Unwetter ihre Hütten verloren haben. Während sich die Lage um Cusco langsam entspannt, kommt es zur Zeit im Norden des Landes zu heftigsten Regenfällen. Auch hier haben viele Menschen ihre Behausungen verloren.
03. Januar 2010 - Erdbeben in Jimbe In Jimbe hat sich ein Erdbeben der Stärke 5 auf der Richterskala ereignet. Die Einwohner von Jimbe kamen mit dem Schrecken davon. Schwester Ursula-Maria berichtet : “In den letzten Tagen hatten wir 3 aufeinander folgende Erdstöße, aber der von gestern hat uns richtig Angst eingejagt. Das Erdbeben hatte hier in Jimbe die Stärke 5, das Epizentrum lag nur 100 Kilometer von hier entfernt und hatte die Stärke 5,4 , sogar etwas mehr. Das Erdbeben hat keine weiteren Schäden angerichtet, war für uns aber ein großer Schrecken.” 1971 erschütterte ein starkes Erdbeben (Stärke 7,7 auf der Richterskala) Zentralperu und zerstörte durch einen aluvión den Ort Yungay, der nur 50 Kilometer von Jimbe entfernt liegt.18000 Menschen starben. Durch das Erdbeben hatte sich ein riesiger Klumpen aus Eis und Granit von der Nordwand des Huascarán gelöst und hatte mit über 300 km/h die Ortschaft Yungay unter sich begraben. Nur 400 Menschen überlebten.
18. Januar 2010 - Jimbe Wasserschaden im Speisesaal Im Speisesaal der Sozialstation in Jimbe hat es einen Wasserschaden gegeben. Schwester Ursula-Maria schreibt : “Gestern Abend hatten wir einen Wasserschaden. Die Pumpe vom Brunnen war defekt. Schwester Gisela, meine Nichte und ich, mussten viel aufwischen. Es wurde sehr viel Wasser in den Speisesaal gepumpt, alles stand unter Wasser. Wir mussten drei Stunden schöpfen und aufwischen. Meine Nichte war ohne Schuhe, Schwester Gisela und ich, wir waren nur in Sandalen. Unsere Füße waren klitschnass, das war kalt. Als wir dann nach drei Stunden endlich fertig waren, haben wir uns einen heißen Kaffee gemacht, dann ging es uns besser.” Glück im Unglück. In Peru sind zur Zeit Ferien. Der Mittagstisch für die Senioren und Schüler beginnt erst wieder Anfang Februar. |
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